Abwasserentsorgung

Gruppenkläranlage, Eichenbacher Mühle, 67681 Sembach, E-Mail: klaeranlage-enkenbach@t-online.de


Der Standort der neuen Gruppenkläranlage der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn liegt zwischen den beiden Abzweigungen der L 393 von der B 48 nach Neuhemsbach und Sembach und ist durch eine eigene neue Zufahrt von der B 48 zu erreichen. Zur Erschließung der Kläranlage wurde eine neue Stromzuführung zur eigenen Trafostation in der Schlammhalle und ein Trinkwasseranschluss an die bestehende Leitung von Neuhemsbach verlegt. Der Kläranlagenstandort weist einen sehr hohen Grundwasserstand (ca. 30 cm unter alter Geländeunterkante) auf. Das Geländeniveau der Kläranlage wurde durchschnittlich um ca. 1,20 m angehoben (maximal ca. 2,50 m im Zulaufbereich).

Die Abwasser der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn wurden bisher in sechs Einzelkläranlagen gereinigt, die zuletzt nicht mehr in der Lage waren, die gemäß Mitteilung mit Schreiben vom 19.03.1987 geforderten Überwachungswerte der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz, Neustadt / Weinstraße, einzuhalten. Um langfristig eine geordnete Abwasserentsorgung sicherzustellen, entschied sich die Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, eine neue Gruppenkläranlage zu bauen. Den Auftrag für Planung, Ausschreibung und Bauleitung der kompletten Kläranlage erhielt die ASAL Ingenieure GmbH, Kaiserslautern.

Wesentliche Planungsaspekte waren

  • Durchfluss des Abwassers im Freispiegelgefälle ohne Abwasserhebeanlage

  • Optimierung des Energieverbrauches

  • Minimierung der Entsorgungskosten

  • Als Besonderheit der Kläranlage ist zu nennen, dass nahezu alle verbindenden Rohrleitungen und Kabel zwischen den Becken und den Hochbauten in einem begehbaren Rohrkanal untergebracht sind. Reparaturen bzw. Nachrüstungen an Rohrleitungen können später einfach und mit wenig Aufwand ausgeführt werden.

    Die Baumaßnahme wurde von der ASAL Ingenieure GmbH, Kaiserslautern, in 20 Einzellosen ausgeschrieben, damit sich zum einen ortsansässige, mittelständische Betriebe an den Ausschreibungen beteiligen und zum anderen vor allem bei der Maschinen- und Elektrotechnik wirtschaftlich optimale Lösungen gefunden werden konnten.

    Trotz des hohen technischen Standarts der Kläranlage konnten somit die Gesamtkosten im Vergleich zu Kläranlagen gleicher Größenordnung niedrig gehalten werden. Die Kosten der neuerrichteten Kläranlage belaufen sich auf rund 24 Millionen DM (rd. 12.300.000 Euro) und werden mit 23 Millionen DM (11.800.000 Euro) Krediten, 750.000 DM (rd. 380.000 Euro) Eigenmittel und 250.000 DM (rd. 130.000 Euro) zinslosem Darlehen des Landes Rheinland-Pfalz finanziert. Das Kanalwerk der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn war vor Beginn der Baumaßnahme schuldenfrei und konnte somit keine höheren zinslosen Darlehen des Landes erhalten.

    Einmalige Beiträge werden von den Grundstückseigentümern für die Baumaßnahme nicht erhoben. Die Finanzierung erfolgt über Gebühren und wiederkehrende Beiträge.

    Im Juni 1997 wurde die neue Gruppenkläranlage der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Mit der Inbetriebnahme dieser, nach neuesten Erkenntnissen errichteten Anlage, leistet die Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn einen großen Beitrag zum Umweltschutz, insbesondere zur Reinhaltung unserer Gewässer.

    Kläranlage in Zahlen - Bemessungsgrundlagen

    Technische Angaben
    Ausbaugröße
    21.000 EW
    Erweiterungsmöglichkeiten
    bis 37.000 EW
    Trockenwetterzufluss
    79 l/s
    Mischwasserzufluss bei Regenwetter
    141 l/s
    max. Zufluss (Endausbau)
    220 l/s
    Tagesabwassermenge
    4.050 m³/d
    Gesamtkosten
    ca. 24.000.000 DM (rd. 12.300.000 Euro)
    Finanzierung
    Eigenmittel
    750.000 DM (rd. 380.000 Euro)
    Kredite
    23.000.000 DM (rd. 11.800.000 Euro)
    Zinslose Darlehen des Landes Rheinland-Pfalz
    250.000 DM (rd. 130.000 Euro)

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