| Das Bajasseum (Zirkusmuseum) |
Alsenborn ist in der Umgebung als "Heimat der Seiltänzer" bekannt, scherzhaft werden die Einwohner auch heute noch "Bajasse" genannt. Die Artistengeschichte des Ortes hat ihren Ursprung in den Krisen des 19. Jahrhunderts. Auswege aus Verarmung und Hunger, Alternativen zur Auswanderung waren gefragt. Initiiert von Familie Schramm entwickelte sich hier eine besondere Art des Wandergewerbes. Als Musikanten, Marionettenspieler und Akrobaten zogen einige Alsenborner im Sommer umher und lebten im Winter vom eingespielten Geld. Die Artistengruppe erweitere sich schnell und hatte in der typischen Form der wandernden Familienunternehmen bis zum Zweiten Weltkrieg Bestand. Danach waren die Alsenborner vor allem noch in der Varietéwelt bekannt. Die "Glanzzeit" zwischen 1870 und dem Ersten Weltkrieg sah viele bekannte Künstlerfamilien wie Bügler, Traber, Althoff oder Rosenberg in Alsenborn, die der Ortsgeschichte ihr besonderes Kolorit gaben.
Die Ausstellung ist nach Epochen gegliedert und führt von der Gegenwart zurück in die Vergangenheit. Nur wenige Requisiten, Gegenstände des alltäglichen Bedarfs und sonstige Objekte überstanden das Wanderleben. Die Ausstellung konzentriert sich deshalb auf Bilder der Alsenborner Artisten.
Öffnungszeiten: Täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr
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1. Anfänge der Alsenborner Artisten 1825 - 1870 Als zentrales Objekt für diese Zeit vor der Erfindung der Fotografie wurde eine gezeichnete Darstellung der ersten Artistengeneration gewählt. Grafiken zeigen die soziale Stellung der Künstler in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Stellvertretend für andere Artisten aus dieser Zeit wird Karl Lorenz Stamm vorgestellt, von dem entscheidende Impulse für die Artisten ausgingen. Zusätzlich werden die frühesten Erwerbszweige - Marionettenspiel und Musik - thematisiert. |
2. Glanzzeit 1870 - Erster Weltkrieg
In der "exotischen" Epoche fanden sich Akrobaten, Zirkusunternehmen verschiedenster Größe und Menagerien in Alsenborn zusammen. über 100 Künstler lebten im Winter im Ort! Das Leben von Carola Moulier wird als typisches Beispiel aus dieser Zeit vorgestellt. Noch heute erinnern Erzählungen an diese außergewöhnliche Phase der Ortsgeschichte.
3. Nach dem ersten Weltkrieg Elisabeth Endres, die bekannte Seiltänzerin, gilt als die zentrale Figur des jüngsten Zeitabschnitts. Ihr wird aus diesem Grund besonderes Augenmerk geschenkt. Zudem werden die verschiedenen Richtungen thematisiert, welche die einzelnen Künstler einschlugen: Familie Thys mit ihrem Karussell steht für die vielen Familien, die sich seit den zwanziger Jahren dem Schaustellerberuf zuwandten. Rudi Franz aus der Familie Althoff verwirklichte seinen Kindertraum und baute sich ein Puppentheater. Elisabeth Bonneau, geb. Frank und ihr Bruder Artur Frank vertreten die Künstler, die erfolgreich im Varietébereich arbeiteten. |
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4. "Der kleinste Zirkus der Welt"
des bekannten Modellbauers Herbert Guth aus Friedrichsdorf / Hessen gibt eine Vorstellung!
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Weitere Informationen und Schriften erhalten Sie bei der Verbandsgemeindeverwaltung Enkenbach-Alsenborn, Hauptstraße 18, 67677 Enkenbach-Alsenborn, Tel.: 06303 / 913-171. Buchempfehlung: "Artisten in Alsenborn" von Gisela Grasmück, ISBN 3-926052-14-7 |