Sehenswürdigkeiten

Billesweiher in Enkenbach-Alsenborn

Billesweiher in Enkenbach-Alsenborn

Der Name leitet sich aus dem mittelalterlichen Vornamen Billung ab, der besonders bei Ritterfamilien gebräuchlich war.

Der Billesweiher ist von einem artenarmen Buchen Hainsimsen-Mischwald umgeben.

Die Wasserfläche wird von einer mehr oder weniger ausgeprägten Verlandungszone gesäumt. Durch den Damm sind zwei Amphibientunnel gebaut.

Sowohl der Schilfgürtel im Norden, als auch die Erlenbruchfragmente im Osten und die Verlandungszone im Einlaufbereich sind Brut- und Nahrungsraum für verschiedene Vogelarten sowie Laichgebiet für Amphibien.

Ganzjährig frei zugänglich.


Bajasseum (Zirkusmuseum) in Enkenbach-Alsenborn

Alsenborn ist in der Umgebung als "Heimat der Seiltänzer" bekannt, scherzhaft werden die Einwohner auch heute noch "Bajasse" genannt. Die Artistengeschichte des Ortes hat ihren Ursprung in den Krisen des 19. Jahrhunderts. Auswege aus Verarmung und Hunger, Alternativen zur Auswanderung waren gefragt. Initiiert von Familie Schramm entwickelte sich hier eine besondere Art des Wandergewerbes. Als Musikanten, Marionettenspieler und Akrobaten zogen einige Alsenborner im Sommer umher und lebten im Winter vom eingespielten Geld. Die Artistengruppe erweitere sich schnell und hatte in der typischen Form der wandernden Familienunternehmen bis zum Zweiten Weltkrieg Bestand. Danach waren die Alsenborner vor allem noch in der Varietéwelt bekannt. Die "Glanzzeit" zwischen 1870 und dem Ersten Weltkrieg sah viele bekannte Künstlerfamilien wie Bügler, Traber, Althoff oder Rosenberg in Alsenborn, die der Ortsgeschichte ihr besonderes Kolorit gaben.

Bajasseum in Enkenbach-Alsenborn

Die Ausstellung ist nach Epochen gegliedert und führt von der Gegenwart zurück in die Vergangenheit. Nur wenige Requisiten, Gegenstände des alltäglichen Bedarfs und sonstige Objekte überstanden das Wanderleben. Die Ausstellung konzentriert sich deshalb auf Bilder der Alsenborner Artisten.

Öffnungszeiten: Täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr


Fritz-Walter-Museum in Enkenbach-Alsenborn

Ein Muss für jeden Fritz Walter Fan, ist ein Besuch im Fritz-Walter-Museum. Selbst jene, die mit Fußball eigentlich nicht viel anfangen können, sind spätestens beim Verlassen des Museums voller Ehrfurcht und Respekt vor der einzigartigen Fußballlegende Fritz Walter. In dem ehemaligen Wohnhaus von Italia und Fritz Walter in der Leininger Str. 104 in Enkenbach-Alsenborn, wird jeder Besucher von Traditionen und Trophäen, von Fußball-Geschichten und Geschichten über Bekanntschaften zum Staunen gebracht. Viele Menschen haben beim Betrachten der Fotos und Ehrungen auch schon die ein oder andere Träne vergossen. Die liebevoll gestaltete Ausstellung bringt jedem den außergewöhnlichen Charakter Fritz Walters näher.

Das Anwesen von Fritz Walter in Alsenborn Blick in die Ausstellungsräume

Fritz Walter – ein genialer Fußballer, großartiger Sportsmann und Mensch – vereinte die Eigenschaften von Leistung, sozialer Verantwortung, Heimatverbundenheit und bescheidenem Auftreten. Hohe Anerkennung und Respekt wurden Fritz Walter aus allen Bevölkerungsgruppen entgegen gebracht. Gerade in der heutigen Zeit, die reich an Stars, aber arm an Vorbildern ist, ist es für die Familie Bernd Lutzi, Fritz Walters Erben, ein besonderes Anliegen, ihren weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Freund Fritz Walter nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Da das öffentliche Interesse am unvergessenen Fritz Walter noch immer sehr groß ist, hat sich die Familie Lutzi aus Mehlingen entschlossen, die vielen Auszeichnungen, die unzähligen Ehrungen aus Sport und Politik sowie persönliche Erinnerungen und Fotos der Bevölkerung nicht vorzuenthalten und mit dieser Ausstellung einen Beitrag zum Andenken an Fritz Walter zu leisten. Die Fritz-Walter-Ausstellung ist mit Sicherheit ein Glanzpunkt im Landkreis, wenn nicht sogar im ganzen Land.

Blick in die Ausstellungsräume

Besichtigungstermine für Gruppen ab 10 Personen können mit dem Büro Bernd Lutzi, 67678 Mehlingen – Telefon 06303/6696 oder Fax 06303/3382 vereinbart werden. Als Beitrag zur Unterhaltung des Besichtigungsobjektes wird ein Eintrittspreis in Höhe von 3,00 Euro pro Person erhoben, wobei hierin ein Glas „Secco“ enthalten ist.


Klosterkirche in Enkenbach-Alsenborn

Als Zeitraum des Baubeginns der Klosterkirche kommt vermutlich das 3. Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts in Frage. 1265 wird die Kirche als halbfertig bezeichnet. Die immer wieder auftretenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten haben den Bau erst 1272 vollenden lassen. Diese Jahreszahl hat sich am westlichen Bogen des oberen Ganges im südlichen Seitenschiff befunden. Sie ist heute verdeckt, aber glaubwürdig überliefert. Noch lange nach der Vollendung der Kirche war der Konvent schwer verschuldet. Im Jahr 1496 erfahren wir, dass die Klosterkirche zwei Altäre, darunter einen Katharinenaltar besaß. In die Zeit der Spätgotik fällt eine Veränderung des Chores, die eine Sepiazeichnung von Peter Gayer um 1830 noch zeigt. Nach schweren Beschädigungen im Bauernkrieg und der Ruinierung des südlichen Querhauses 1689 konnte 1708 der Turm in den Obergeschossen aufgeführt werden. Die stark beschädigte Kirche wurde 1876 bis 1877 und dann intensiv 1902 bis 1904 renoviert. 1977 erfuhr die Klosterkirche erneut eine Renovierung.

Klosterkirche in Enkenbach-Alsenborn


Protestantische Kirche in Alsenborn

Protestantische Kirche in Alsenborn

Die Pfarrkirche mit ihrem stattlichen Turm ist ein Schmuckstück des Dorfes Alsenborn und zugleich ein Zeuge seiner bewegten Vergangenheit. Das Gotteshaus in seiner heutigen Gestalt wurde im Jahr 1733 erbaut. Nachdem die Kirche 1732 eingestürzt war, errichtete man im folgenden Jahr den Neubau des Kirchenschiffes. Dabei wurde der Turm aus dem 13. Jahrhundert, in den Neubau der Kirche miteinbezogen. Der aus zwei Voll- und zwei Halbgeschossen bestehende Turm mit frühgotischem Kreuzgewölbe und Rundbogenfenstern war noch 1686 erhöht worden und hatte eine " lebhaft prophiliert geschieferte Barockhaube " bekommen. Das im Frühjahr 1733 erstellte neue Kirchenschiff ist ein schlichter Saalbau mit einer Breite von 9 Metern und einer Länge von 14 Metern. Die Orgel wurde 1833 von den Gebrüdern Stumm in Rhaunen-Sulzbach gebaut. Die Innenansicht der Kirche ist so bemerkenswert, daß der bekannte Heimatforscher Theodor Zink eine Abbildung davon in sein Werk " Deutsche Volkskunst " aufnahm.- Interessant sind auch die alten Grabsteine, die an der Außenwand beim Haupteingang und an der Chorseite im Innern anzutreffen sind. Die größte Kostbarkeit der Alsenborner Kirche enthält jedoch das Untergeschoß des Turmes, der Quadratische Chorraum aus dem Mittelalter mit Fresken, welche bei der Reovierung der Kirche im Jahre 1964 freigelegt worden sind." Die evangelische Kirche hebt sich hervor durch ihre erhöhte Lage im ehemaligen, durch hohe Mauern abgegrenzten Friedhof.


Schwarzweiher in Enkenbach-Alsenborn

Schwarzweiher in Enkenbach-Alsenborn

Die Schwarzweiher sind sechs miteinander verbundene Teiche. Im Uferbereich befinden sich Schilfröhrichte, Zwergbinsen- und Wasserpflanzengesellschaften.

Die Gewässer sind Brut-, Rast- und Nahrungsgebiet für Vögel sowie Lebensraum von Libellen und Amphibien.

Ganzjährig frei zugänglich.


Naturschutzgebiet Mehlinger Heide

In der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, dem Tor zum „Pfälzer Wald“, liegt mit ca. 410 ha Fläche die größte Heidelandschaft Süddeutschlands. Hätte man vor rund einhundert Jahren nicht einen kleinen Teil des größten zusammenhängenden deutschen Waldgebietes für einen Truppenübungsplatz gerodet und seither bis kurz vor der Jahrtausendwende militärisch genutzt, dann – ja, dann wäre der Pfälzerwald wohl um rund 410 ha größer. Aber auch um eine der beeindruckendsten landschaftlichen Schönheiten ärmer.

Nach der Nutzung als Truppenübungsplatz ist aus dem ehemaligen Waldgebiet eine Heidelandschaft mit unvergleichlicher Schönheit entstanden. Heute ist sie Naturschutzgebiet und Lebensraum für unzählige seltene Tier- und Pflanzenarten - u.a. für die Heidelerche oder den Ziegenmelker - mit einem wunderschönen Blick auf den Donnersberg. Naturschutz in der Mehlinger Heide bedeutet, die hier entstandenen seltenen Biotope und die darin heimischen Pflanzen und Tiere zu erhalten. Dazu sind gezielte Maßnahmen notwendig, damit der Wald das Gelände nicht wieder zurückerobert. Wichtige Elemente dabei sind Mahd, Rohbodenbeschaffung, Entbuschung und Beweidung – letztere durch rund 200 Heidschnucken.

Das Naturschutzgebiet umfasst Teile der Gemarkungen Mehlingen, Baalborn und Neukirchen und lädt speziell auf dem Schaupfad das ganze Jahr über zum Wandern, Lernen und Staunen ein. Besonders schön ist die Landschaft, wenn sie von Ende August bis Anfang September in voller Blüte steht. Weitere Informationen erhalten Sie unter der 06303/913-171.

Mehlinger Heide

Ganzjährig frei zugänglich.


Dorotheengut in Mehlingen

Das genaue Erbauungsdatum des Dorotheenschlößchens läßt sich heute nur schwer ermitteln. Urkundlich erwähnt wird ein Hofgut des Ritters Conrad Kolb von Wartenberg am 25.06.1515. Dieser Besitz ist vermutlich das später genannte Dorotheen-Hofgut. Das Hofgut besteht aus einer Gruppenanlage, d. h. Wohnhaus, Wirtschafts- und Stallgebäude umschließen rechtwinklig einen Wirtschaftshof. Das Hauptgebäude, ein einstöckiges Fachwerkhaus kann wohl als Muster für den fränkischen Fachwerkbau des 17. Jahrhunderts angesehen werden. Das Gebäude ist über Jahrzehnte von seinen Besitzern vernachlässigt worden.


Jüdischer Friedhof in Mehlingen

Der jetzt noch bestehende jüdische Friedhof in Mehlingen ist zur französischen Zeit um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert angelegt worden. Im Jahre 1938 ging der Friedhof an den Fiskus des Heeres über und wurde zur Nutzung als Exerzierplatz freigegeben. Auch nach dem Kriege war der Friedhof weiterhin Truppenübungsplatz. Erst 1949 wurde das französische Generalgouvernement dazu bewegt, das Betreten des Friedhofes für Übungen zu untersagen. Seit diesem Zeitpunkt ist der 1.950 qm große Friedhof im Besitz der Jüdischen Kultusgemeinde von Rheinland-Pfalz und wird von der Ortsgemeinde Mehlingen instandgehalten.


Stumpfwaldgericht

Das Stumpfwaldgebiet zwischen den drei Dörfern Neuhemsbach, Alsenborn und Ramsen schien unseren früheren Vorfahren zur Anlegung von Gerichtsplätzen als besonders geeignet. Rechts der Straße Alsenborn - Randeckerhof - Neuhemsbach (20 Wegminuten nordöstlich vom Billesweiher bzw. vom Randecker Hof) befand sich auf dem Schelmenkopf das Landgericht auf dem Stampe, das Stumpfwaldgericht "Neun Stühle" - wie es später genannt wurde.

Das Stumpfwaldgericht


Schloßkirche in Neuhemsbach

Auf den Ruinen der im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 zerstörten Burg der Freiherren von Flersheim wurde 1715 das Schloß Neuhemsbach errichtet. Die Schloßkirche in Neuhemsbach wurde im Jahre 1739 von Graf Friedrich Ludwig von Sayn-Wittgenstein 25 Jahre nach der Grundsteinlegung des Schlosses Neuhemsbach erbaut. Das Schloß wurde 1795 in den Revolutionskriegen von den Franzosen ausgeplündert und angezündet. Die Kirche blieb in ihrem Mauerwerk erhalten. 1805 wurden vier Neuhemsbacher Bürger beauftragt, die Schloßkirche bei einer Versteigerung durch die französische Domäneverwaltung in Mainz zu erwerben. Die Kirche wurde neu ausgebaut und konnte bald wieder ihrer Bestimmung übergeben werden. Die Ruinen des Schlosses wurden an Baulustige in der Umgebung verkauft, die die Gebäude bis auf die Grundmauern abtrugen. Noch heute kann man an manchem Haus in Neuhemsbach, am Altersheim Eselsmühle und sogar an der Synagoge in Münchweiler Baumaterial nachweisen, das vom Neuhemsbacher Schloß stammt.

Schloßkirche in Neuhemsbach


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