Deutsch-französiche Energiewendewoche: Delegation aus der Region Burgund-Franche-Comté zu Gast in Hochspeyer

Im Rahmen ihres dreitägigen Besuchs in Rheinland-Pfalz informierte sich eine französiche Delegation über das ehrenamtliche Klimaschutzmanagement und das Projekt "Klimaschutz in kleinen Kommunen" der Energieagentur. Ein intensiver Erfahrungsaustausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Energiewende-Aktivitäten in Frankreich und Deutschland schloss sich an die Präsentationen an.

Im Rahmen ihres dreitägigen Besuchs in Rheinland-Pfalz informierte sich eine französiche Delegation über das ehrenamtliche Klimaschutzmanagement und das Projekt "Klimaschutz in kleinen Kommunen" der Energieagentur. Ein intensiver Erfahrungsaustausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Energiewende-Aktivitäten in Frankreich und Deutschland schloss sich an die Präsentationen an.

In Hochspeyer begrüßten die Bürgermeister Andreas Alter für die Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn sowie Hans-Norbert Anspach für die Ortsgemeinde Hochspeyer die Delegation. Bürgermeister Alter betonte seine Sorge darüber, dass die Menschen den Ernst der Lage noch immer nicht erkannt hätten und der Klimaschutzgedanke noch von zu wenigen getragen werde. Deshalb freue er sich sehr über das große Engagement, das der ehrenamtliche Klimaschutzmanager Jochen Marwede in Hochspeyer an den Tag lege. „Ich hoffe, dass wir es von der Basis her hinbekommen, dass auch die große Politik die richtigen Weichen stellt“, so Alter.

Zeljko Brkic von der Energieagentur Rheinland-Pfalz stellte der französischen Delegation vor, wie mit dem Projekt „Klimaschutz in kleinen Kommunen“ (KlikK) das Modell aus Hochspeyer – die Einbindung ehrenamtlicher Klimaschutzmanager in die kommunale Arbeit – in weiteren Gemeinden in Rheinland-Pfalz etabliert wird. Schließlich berichteten der ehrenamtliche Klimaschutzmanager Jochen Marwede und die erste „Klimaschutzpatin“ aus der Ortsgemeinde Mehlingen, Bürgermeisterin Monika Rettig, von ihrer Arbeit. Konkrete, niederschwellige Maßnahmen zur Bürgersensibilisierung, aber auch strategische Projekte, die zu Sanierungsmaßnahmen führen, gehören dazu. „Erst durch meine Arbeit hier, die sich stark auf die Unterstützung durch die Energieagentur Rheinland-Pfalz stützt, wussten wir zum Beispiel von der Möglichkeit, ein Sanierungskonzept zu erstellen und darüber auch die Förderung für eine Personalstelle zu erhalten“, berichtet Jochen Marwede. So führe die ehrenamtliche Arbeit im Falle von Hochspeyer dazu, dass sich ein Sanierungsmanager für drei Jahre hauptamtlich um die Umsetzung vieler Maßnahmen kümmern könne.

Auch in der Region Burgund-Franche-Comté (Région BFC) werde auf regionaler Ebene versucht, Bürger miteinzubeziehen, sagte Geneviève Caminade, Projektleiterin Energiewende in der Région BFC. Dahingegen sieht Gérard Magnin von der Bürgergenossenschaft Jurascic strukturelle Defizite in Frankreich, da aufgrund des zentralistischen Apparates „von oben nach unten“ agiert werde und das Thema Energieeinsparung erst jetzt so langsam an die Bürger herangetragen werde.

Bürgermeisterin und Klimaschutzpatin Monika Rettig freute sich über den Austausch, ermutigte alle Kollegen, ihre Überzeugungen in die Fläche zu tragen und weiterzugeben, wo immer das möglich sei. Sie hofft, dass der Kontakt zu der Besucherdelegation bestehen bleibt und man sich gegenseitig unterstützen kann.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.energieagentur.rlp.de